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Fahrerarbeitsplätze - Umgestaltung

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Verstellbereiche FahrersitzDie Lösungsvariante 1 verlangt die Umgestaltung des Fahrersitzes, die Verlagerung des Joysticks sowie eine Zusatzverglasung auf der rechten Kabinenseite.

Um eine Drehung des Oberkörpers bei der Beobachtung des Entleerungsvorgangs weitgehend auszuschließen, ist es notwendig, den Fahrersitz um bis zu 45° nach rechts schwenkbar auszulegen. Dabei muss weiterhin eine translatorische Bewegung des Sitzes - 219 mm zur Fahrerhausmitte und 66 mm nach hinten - vorgesehen werden, da nur so der nach DIN ISO 3411 erforderliche Beinfreiraum eingehalten werden kann.

Drehung FahrersitzUm einem großen Fahrer (95. Perzentil der Männer) auch während der Fahrt eine der DIN 33408 entsprechende Körperhaltung zu ermöglichen, ist der horizontale Sitzverstellbereich nach hinten um 85 mm zu erweitern. Der Sitz verfügt darüber hinaus auf beiden Seiten jeweils über eine in ihrer Höhe und Neigung einstellbare Armauflage, die insbesondere bei der Betätigung des Joysticks den rechten Ober- und Unterarm entlastet. Der in den Sitz integrierte Joystick lässt sich vertikal und horizontal um 135 mm verstellen und so individuell anpassen.

Seitenfenster KabineDie Abbildung zeigt die beiden möglichen Einstellungen des Sitzes, wobei während des Arbeitsablaufabschnitts "Fahrt" der Sitz fest arretiert und nach vorne - parallel zur Fahrzeuglängsachse - ausgerichtet ist. Für den Arbeitsablaufabschnitt "Entleerung" kann der Fahrer den Sitz in die von ihm bevorzugte Position rotieren. Vorteilhaft wäre hier ein automatischer Drehmechanismus, um die Belastungen für den Fahrer weiter zu reduzieren.

Die Ergebnisse der Analyse der bei dem der Untersuchung zugrunde liegenden Nahverkehrsfahrerhaus vorhandenen Sehbedingungen belegen, dass der Fensterausschnitt auf der rechten Kabinenseite in seiner Breite nicht ausreicht, um den Auslegerarm - insbesondere im unmittelbaren Seitenbereich des Fahrzeugs - ohne weitere, zusätzliche Drehungen und Seitbeugungen des Oberkörpers beobachten zu können. Daher wird hier eine Verbreiterung der Fensterfläche nach hinten, in Richtung der B-Säule, von ursprünglich 630 mm auf 967 mm vorgesehen.

Die beschriebenen Modifikationen erlauben dem Fahrer während der Beobachtung des Entleerungsvorgangs insgesamt eine bequemere Haltung, wie aus der folgenden Darstellung hervorgeht.

Haltung Entleerungsvorgang

Durch die Veränderungen ergeben sich weiterhin deutlich verbesserte Sehbedingungen. So kann der Fahrer nun die Fixierung der Abfallsammelbehälter im empfehlenswerten Bereich (DIN EN 894) überwachen. Weiterhin sind von ihm auch Bewegungen des Auslegerarms in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs leichter einsehbar.

Sehbedingungen Entleerungsvorgang

Wenn auch hier nur beispielhaft für die Körperhaltung sowie Sehbedingungen die Ergebnisse der anthropometrischen Überprüfung wiedergegeben werden, so entspricht jedoch die Änderungskonzeption auch in allen übrigen Kriterien (Freiräume, Greifräume und Bequemlichkeitsbereiche) den im Anforderungskatalog enthaltenen Fest- und Mindestforderungen.

Erstellt 1999 von
Wolfgang Laurig, Matthias Hillecke, Eike Branahl & Martin Schütte

Zuletzt bearbeitet 15.02.2006 von Dietmar Gude
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