| Methode |
Mit Hilfe eines Greifraumes lässt sich der Bereich darstellen, in dem Stellteile mit der Hand berührt, gegriffen und bewegt werden können (Bullinger 1994). Der anatomisch maximale Greifraum ist dabei der Aktionsraum, der mit maximal ausgestrecktem Arm umfahren werden kann. Für die praktische Anwendung ist jedoch der kleinere, sogenannte physiologisch maximale Greifraum von Bedeutung (vergleiche Abbildung), bei dem Mitbewegungen des Schultergelenks vermieden werden (Hettinger et al. 1980).
Wenn auch für Montagearbeitsplätze gefordert wird, dass alle Betätigungselemente innerhalb dieses Greifraumes angeordnet sein sollen (Grandjean 1991), so erscheint es sinnvoll, dieses Postulat bei Fahrerarbeitsplätzen auf Stellteile 1. Ordnung zu begrenzen, um für den Fahrer ausreichende Freiräume sicherzustellen. Bei der Analyse der Greifräume muss lediglich die kleine Frau (5. Perzentil) Berücksichtigung finden, da sich die Außenmaße eines Fahrerarbeitsplatzes an der kleinsten Gestalt orientieren. Zur Überprüfung dieser grundsätzlichen Gestaltungsregel erlaubt die Rechnersoftware Anthropos eine dreidimensionale Darstellung der Hüllkurven dieser Greifräume, wahlweise mit und ohne Schulterbewegung.
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| Ergebnisse |
Von den Stellteilen 1. Ordnung befinden sich alle, mit Ausnahme des Warnblinklichtschalters, innerhalb des physiologisch maximalen Greifraumes für die kleine Frau (5. Perzentil). Dagegen liegen alle Stellteile 2. Ordnung, bis auf die Schalter zur Betätigung der Sitzverstellung, außerhalb des physiologisch maximalen Greifraumes, das heißt sämtliche in das Armaturenbrett sowie die Instrumententafel integrierten Hebel und Schalter können ohne Oberkörpereinsatz nicht erreicht werden.
Insgesamt sind damit die während der Durchführung der Arbeitsaufgabe "Fahrt" häufig zu benutzenden Stellteile günstig angebracht. Notwendig erscheint allerdings die Veränderung der Position des Schalters zur Betätigung der Warnblinkanlage. Die für die "Behälterentleerung" wesentlichen Stellteile lassen sich ebenfalls problemlos erreichen, auch in der für diesen Ablaufabschnitt typischen verdrehten Körperhaltung.
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