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PPM - Kurzinformation

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PPM (Partizipatives Produktivitätsmanagement) ist ein von Robert D. Pritchard et al. gegen Ende der 1980er Jahre in den USA entwickeltes System zur Messung und Verbesserung der Produktivität in Organisationen verschiedenster Art (Dienstleistungsunternehmen, Fabriken, usw.).

Der Schwerpunkt dieses Methode liegt darin, die Mitarbeiter intensiv an der Entwicklung eines solchen Systems zu beteiligen und alle Resultate direkt an die Arbeitsgruppe zurückzumelden. Außerdem ist PPM auf solche Aufgaben beschränkt, die auch wirklich von der Gruppe beeinflußt werden können. Alle Schritte im System werden gemeinsam mit Mitarbeitern und Vorgesetzen entwickelt und nur wenn in der Arbeitsgruppe Zustimmung zum System herrscht, wird es auch eingesetzt. Insgesamt stellt PPM ein Rückmeldesystem dar, mit dem Arbeitsgruppen ihre Leistung selbständig kontrollieren und steuern können und das zu einer größeren Transparenz in den Arbeitsabläufen führt. Ziel ist neben der Steigerung der Produktivität, der Motivation der Mitarbeiter (durch die Ermöglichung größerer Handlungsspielräume) auch die Verbesserung der Zusammenarbeit und die Elimination unnötiger Arbeitsschritte.

Die Erarbeitung und Ausgestaltung des Produktivitätsmeßsystems erfolgt durch ein Entwicklungsteam, dem ein oder mehrere Moderatoren, Mitglieder der Arbeitsgruppe, in der das PPM-System angewendet werden soll, sowie der unmittelbare Vorgesetzte der Arbeitsgruppe angehören. Unter bestimmten Bedingungen kann es hilfreich sein, auch einen Vertreter des Betriebsrates oder des Personalrates in das Entwicklungsteam aufzunehmen.

Erfahrungen mit diesem System sind seit Ende der 1980er Jahre unter anderem in den USA, Holland, Schweden und Deutschland gemacht worden. Die Ergebnisse dieser Projekte zeigen eine erstaunliche Steigerung der Produktivität in den untersuchten Arbeitsgruppen.

Bei der praktischen Anwendung des Systems sind die folgenden vier Schritte von den Arbeitsgruppen zu durchlaufen:

  • Identifikation der wesentlichen Aufgabenbereiche einer Arbeitseinheit
  • Ableitung von verhaltensbezogenen Indikatoren für diese Aufgabenbereiche
  • Erstellen von Bewertungsfunktionen
  • Erarbeitung der Feedbackberichte
  • Die Mitglieder einer Arbeitsgruppe entwickeln Kriterien und Meßgrößen, die die Aufgaben der Gruppe erfassen.
  • Durch die anschließende systematische Rückmeldung der Ergebnisse werden die Voraussetzungen zum Setzen, Überprüfen und Erreichen selbstgesteckter Ziele geschaffen.
  • Die Mitarbeit der Gruppe erhöht die Akzeptanz.
  • Was gemessen wird, kann sich auch verändern - nicht Gemessenes kann verloren gehen.
  • Gute Messungen sind die Grundlage für präzises und faires Feedback.
  • Gutes Feedback ist eine wichtige Grundlage für die Verbesserung von Leistung.
  • Das Feedback soll zur Selbststeuerung der Gruppe dienen.
  • Es wird nur gemessen, was auch von der Gruppe beeinflußt werden kann.

Die genaue Vorgehensweise bei der Entwicklung eines PPM-Systems wird anhand eines Beispiels aus einem Malerbetrieb vorgestellt und die einzelnen Schritte erläutert.

Erstellt 1998 von Arndt Hoschke
Zuletzt bearbeitet 15.02.2006 von Dietmar Gude
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